menüplanung
Ich muss gestehen, ich habe lange Zeit kämpfen müssen bis ich den Bogen raus hatte mich gesund, ausgewogen und vorallem regelmäßig zu ernähren. Besonders weil mir Kochen für eine Person nicht wirklich Spass macht, Küchen in den meisten Einzimmerwohnungen eher winzig sind und ich auch lange Zeit dazu tendiert habe, Essen einfach zu vergessen. Wirklich. Irgendwann ist der Hunger nämlich auch wieder weg. Ich habe oft versucht einen Plan aufzustellen was ich wann essen will, aber es hat nie so geklappt. Da ich aber immernoch mit den Auswirkungen der Prüfungsphase auf meinen Körper zu kämpfen habe ist eine gute Ernährung immens wichtig. Irgendwie muss ich ja wieder zu Kräften kommen.
Ich habe einmal in einer WG-Küche einen ausgetüftelten Ernährungsplan eines Sportstudenten hängen sehen, der von Frühstück, Snack, Mittagessen, Snack, Abendessen, Snack alles abdeckte. Ich habe ziemliche Kulleraugen gemacht. Wenn ich etwas in der Art geplant habe, bin ich jedesmal grandios gescheitert. Nachdem es aber Tiefkühlpizza zur Gewohnheit zu werden drohte, habe ich mich dazu entschlossen, es noch einmal zu probieren. Allerdings eher mit der schlichten Variante: Ich plane nur die warmen Mahlzeiten. Das sind schließlich die die am meisten Aufwand und Planung benötigen.
Ob es Sinn macht das Essen einer ganzen Woche im Vorraus zu planen, ist individuell unterschiedlich. Bei mir macht es Sinn, weil ich trotz meiner schlechten Angewohnheiten eigentlich Wert auf eine ausgewogene und gute Küche lege. An diesem Anspruch scheiterte ich besonders in den stressigen Monaten, weil ich nie wußte was ich denn heute essen will und ich auch oft einfach keine Lust hatte mich aufzuraffen und einkaufen zu gehen.
Meine Strategie aus diesem Teufelskreis herauszukommen:
1) Ich blätterte durch meine Lieblingskochbücher und schrieb mir all die Rezepte raus die sich lecker anhörten und die ich noch nie gekocht hatte.
2) Ich machte eine Liste der Gerichte die ich gerne esse und schon gekocht habe.
3) Nun nehme ich mir jeden Montag diese beiden Listen und meinen Terminkalender und bastel mir daraus einen Wochenplan. Warum den Terminkalender? Weil es keinen Sinn macht ein aufwendiges Gericht kochen zu wollen, wenn man den ganzen Tag unterwegs war oder aus anderen Gründen keine Zeit hat. Dann schreibe ich mir alle Zutaten aus den Rezepten auf, gehe einkaufen und muss den Rest der Woche keinen Gedanken mehr daran verschwenden was es zu essen gibt, ob ich einkaufen gehen muss, etc..
Seitdem hat sich mein Essverhalten dramatisch verbessert. Sicher, es gibt immer noch Tage an denen ich keine Lust zum Kochen habe. Aber selbst dann sind im Kühlschrank genug Dinge drin um mir einfach ein paar Sandwiches zu machen. Oft koche ich auch gleich soviel dass ich was einfrieren kann - perfekt für diese Tage.
Einen Wochenplan aufzustellen ist nicht wirklich schwer, wenn man es sich selbst nicht zu kompliziert macht. Ein neues oder kompliziertes Gericht pro Woche reicht um den inneren Ansprüchen an die eigene Perfektion gerecht zu werden. Den Rest der Woche tun es auch die bereits erprobten Gerichte. Auch sollte man genügend Flexibilität aufbringen - das Leben läuft nicht immer so wie geplant.





