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October31

Ich muss gestehen, ich habe lange Zeit kämpfen müssen bis ich den Bogen raus hatte mich gesund, ausgewogen und vorallem regelmäßig zu ernähren. Besonders weil mir Kochen für eine Person nicht wirklich Spass macht, Küchen in den meisten Einzimmerwohnungen eher winzig sind und ich auch lange Zeit dazu tendiert habe, Essen einfach zu vergessen. Wirklich. Irgendwann ist der Hunger nämlich auch wieder weg. Ich habe oft versucht einen Plan aufzustellen was ich wann essen will, aber es hat nie so geklappt. Da ich aber immernoch mit den Auswirkungen der Prüfungsphase auf meinen Körper zu kämpfen habe ist eine gute Ernährung immens wichtig. Irgendwie muss ich ja wieder zu Kräften kommen.

Ich habe einmal in einer WG-Küche einen ausgetüftelten Ernährungsplan eines Sportstudenten hängen sehen, der von Frühstück, Snack, Mittagessen, Snack, Abendessen, Snack alles abdeckte. Ich habe ziemliche Kulleraugen gemacht. Wenn ich etwas in der Art geplant habe, bin ich jedesmal grandios gescheitert. Nachdem es aber Tiefkühlpizza zur Gewohnheit zu werden drohte, habe ich mich dazu entschlossen, es noch einmal zu probieren. Allerdings eher mit der schlichten Variante: Ich plane nur die warmen Mahlzeiten. Das sind schließlich die die am meisten Aufwand und Planung benötigen.
Ob es Sinn macht das Essen einer ganzen Woche im Vorraus zu planen, ist individuell unterschiedlich. Bei mir macht es Sinn, weil ich trotz meiner schlechten Angewohnheiten eigentlich Wert auf eine ausgewogene und gute Küche lege. An diesem Anspruch scheiterte ich besonders in den stressigen Monaten, weil ich nie wußte was ich denn heute essen will und ich auch oft einfach keine Lust hatte mich aufzuraffen und einkaufen zu gehen.

Meine Strategie aus diesem Teufelskreis herauszukommen:
1) Ich blätterte durch meine Lieblingskochbücher und schrieb mir all die Rezepte raus die sich lecker anhörten und die ich noch nie gekocht hatte.
2) Ich machte eine Liste der Gerichte die ich gerne esse und schon gekocht habe.
3) Nun nehme ich mir jeden Montag diese beiden Listen und meinen Terminkalender und bastel mir daraus einen Wochenplan. Warum den Terminkalender? Weil es keinen Sinn macht ein aufwendiges Gericht kochen zu wollen, wenn man den ganzen Tag unterwegs war oder aus anderen Gründen keine Zeit hat. Dann schreibe ich mir alle Zutaten aus den Rezepten auf, gehe einkaufen und muss den Rest der Woche keinen Gedanken mehr daran verschwenden was es zu essen gibt, ob ich einkaufen gehen muss, etc..

Seitdem hat sich mein Essverhalten dramatisch verbessert. Sicher, es gibt immer noch Tage an denen ich keine Lust zum Kochen habe. Aber selbst dann sind im Kühlschrank genug Dinge drin um mir einfach ein paar Sandwiches zu machen. Oft koche ich auch gleich soviel dass ich was einfrieren kann - perfekt für diese Tage.

Einen Wochenplan aufzustellen ist nicht wirklich schwer, wenn man es sich selbst nicht zu kompliziert macht. Ein neues oder kompliziertes Gericht pro Woche reicht um den inneren Ansprüchen an die eigene Perfektion gerecht zu werden. Den Rest der Woche tun es auch die bereits erprobten Gerichte. Auch sollte man genügend Flexibilität aufbringen - das Leben läuft nicht immer so wie geplant.

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Die 10 goldenen Regeln der Aufbewahrungsschachtel

September11


©jurvetson mit einer CC-BY-Lizenz

Angenommen man hat endlich seinen Keller ausgemistet und eine Menge weggeworfen. Doch wie bringt man das Übriggebliebene am besten unter? Am geschicktesten natürlich in einer Aufbewahrungsbox/-kiste/-schachtel. Die gibt es in allen Formen, Farben und Größen. Und damit man auch alles richtig macht, haben mir meine Boxen 10 goldene Regeln eingeflüstert1.

1. Erst ausmessen, dann kaufen.
Es bringt nämlich nichts, wenn die Lösung aller Probleme dann doch zu hoch, zu tief oder zu breit für das Regal oder den Schrank ist.

2. Etiketten machen das Leben leichter.
Denn dann weiß man auch was in der Schachtel ist, ohne sie aufmachen zu müssen. Ich habe sogar das Schubladenelement2 das unter meinem Schreibtisch steht mit Etiketten versehen, damit ich nicht jedes Mal alle Schubladen aufmachen muss wenn ich etwas suche. Etiketten sind eine wunderbare Erfindung.

3. Transparente Boxen machen das Leben noch leichter.
Weil man nämlich sieht was drin ist. Verringert die Suchzeit exorbitant. Natürlich ungeeignet wenn man den Inhalt der Boxen nicht unbedingt allen vorführen will.

4. Stapelbare und eckige Schachteln sind besser als runde, nicht stapelbare.
Weil nämlich die meisten handelsüblichen Regale und Schränke ebenfalls eckig sind, und nicht rund. Und dann kriegt man die Schachteln besser rein.

5. Es muss nicht teuer sein, ein Stapel Schuhkartons tut es auch.
Es soll nämlich nicht schön ausschauen, es soll was aufbewahren.

6. Das am seltensten Benötigte kann an schwerer erreichbaren Orten gelagert werden wie ganz oben hinten auf dem Schrank. Oder ganz unten hinten im Regal.

7. Die Sachen an die man oft ran muss, werden dementsprechend an ganz einfach erreichbaren Orten gelagert. Also eher vorne und eher in der Mitte, denn da guckt man zuerst hin.

8. Wenn man die Kisten nicht bis zum Rand mit Zeug vollstopft, kommt man an die unteren Gegenstände auch ohne Ausleeren ran.

9. Themenkisten bilden - also all die Dinge die zu einem Themenkomplex gehören in eine Kiste. Also eine Geburtstagspartykiste, eine Blumenpflege-Kiste, eine Nähkiste, eine Strickkiste, eine Es-regnet-Sonntagnachmittag-Kiste etc…

10. Wenn man sich neue Boxen kauft, sollte man darauf achten, dass man diese ineinanderstecken oder zusammenklappen kann - das spart Platz, sollte man sie doch einmal leer herumstehen haben.

  1. Die im übrigen auch für diverse andere Geräte zur Aufbewahrung gelten. []
  2. Was für ein schönes Wort. []

Literaturtipps: Aufräumratgeber

September9

Ich habe (noch) nicht sehr viele Ratgeber zu diesem Thema angesammelt, aber ein paar möchte ich euch trotzdem vorstellen.

1) Hausbuch für die Familie. Herausgegeben vom Bundesverband der deutschen Standesbeamten e.V. Ein Wegweiser für Rechts- und Gesundheitsfragen in der Familie. Mit Ratschlägen für Haushalt und Ernährung. (1969)

Zugegeben, dieses Buch ist schon etwas angejahrt. Aber da es mein allerallererstes Haushaltsbuch1 ist muss es hier rein. Ich habe es bei meinem Auszug von meiner Mutter abgestaubt, die es zu ihrer Hochzeit vom Standesamt bekommen hatte. Typisch für ein Hausbuch2 vereint es eine ganze Reihe an Themen zwischen seinen Buchdeckeln. Die ersten beiden Kapitel widmen sich dem Thema Ehe und den Rechtsfragen darum. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der Säuglingspflege und Kinderkrankheiten. Erst die beiden letzten Kapitel werden so richtig interessant: “Heim und Haushalt” und “Die gesunde Ernährung”. Da kann man auch heute noch ein paar Tips abgucken. So wird zum Beispiel erläutert was man zur Gründung eines Haushaltes so benötigt, wie Wäsche und Kleidung gepflegt und ausgebessert wird3, wie man einen Haushalt führt und sogar ein kleiner Abschnitt zur Blumenpflege ist dabei. Typisch für die Zeit ist, dass der Haushalt als Frauensache angesehen wird - auch wenn anerkannt wird dass Frauen berufstätig sind. Es wird sogar vorgerechnet auf wieviel Arbeitsstunden eine vollbeschäftige Frau kommt, zusammen mit der Hausarbeit: auf beeindruckende 83 Stunden. Die Grenze der körperlichen Leistungsfähigkeit wird im gleichen Satz mit 98 Stunden beschrieben. Ich müsste mal recherchieren wie das heute zahlenmäßig so ausschaut.

Im großen und ganzen findet man auch in diesem etwas älteren Buch noch ein paar nützliche Tips und Techniken zur Haushaltsführung.

2) Dawna Walter: The Life Laundry - How to stay de-junked forever. (BBC Books 2003)

Dieses Buch war mein Augenöffner. Es ist ein Begleitbuch zu einer britischen TV-Produktion, die bei Messies aufgeräumt hat. Meistens nur einen Raum, aber immerhin. Gekauft habe ich es als ich 3 Monate in Irland war. Die Serie selbst habe ich leider nie gesehen.

Das Buch ist in 4 große Kapitel unterteilt und ist gespickt mit schönen Fotos. Das Buch behandelt alle wichtigen Räume in einem Haus wie Küche, Badezimmer, Wohnzimmer, Elternschlafzimmer, Kinderzimmer, Heimbüro und gibt nützliche Hinweise was sich in diesen Räumen befinden sollte - und was nicht. In nach Zeitaufwand sortierten Projekten wird aufgezeigt was man in einer Stunde, in vier Stunden und an einem Wochenende in diesen Räumen ausrichten kann. Sehr hilfreich sind die im ersten Kapitel aufgeführten Fragebögen die einem detailliert aufzeichnen was für Einkaufs- und Aufräumgewohnheiten man hat. Da könnten diverse Lichter aufgehen.

Das Buch war für mich ein guter Anfang meine damals völlig zugestellte Miniaturwohnung gründlich zu entmisten. Für wirkliche Messies ist das Buch eher nicht geeignet, da es eher wie ein Lifestyle-Ratgeber aufgemacht ist und einige wichtige Punkte zu wenig detailliert dargestellt sind - oder sich als nicht praxistauglich erwiesen haben. Aber es motivert durchaus das Gerümpel anzugehen.

3) Brigitta Hügel: Home Basics. Der ultimative Guide für den ersten Haushalt. (Südwestverlag 2005)

Dieses Buch richtet sich primär an junge Männer die gerade das Hotel Mama verlassen haben. Aber auch als schon länger alleinlebende Frau Ende 20 kann man den ein oder anderen Tip finden. Wenn man sich am leicht spöttischen Unterton nicht stört und kein Problem damit hat, dass man sich teilweise so fühlt als würde einen die eigene Mutter an der Hand nehmen. Aber nun gut, ich weiß ja nicht wieviel Jungs von der Haushaltsführung ihrer Mütter so mitkriegen. Dem Buch nach überhaupt nichts.

Von diesem Manko einmal abgesehen ist das Buch gut gegliedert und deckt alles Wichtige zur Haushaltsführung ab - außer dem Aufräumen. Dafür wird ausgiebig erklärt wie man unter anderem abspült4, staubsaugt, Fenster putzt, Wäsche wäscht und Koffer packt. Praktisch ist dass in einer separaten Spalte die im Absatz behandelten Themen stichwortartig aufgeführt sind, so findet man schnell etwas wenn man etwas sucht.
Das Buch ist für absolute Haushaltsnewbies hervorragend geeignet, weil es wirklich alles abdeckt was man zum Überleben im ersten eigenen Heim braucht und so wirklich überhaupt keinen Plan hat, wie es geht.

4) Cynthia Townley Ewer: Nie wieder Chaos! So bekommen Sie ihren Haushalt in den Griff. (Dorling Kindersley 2006)

Meine Bibel. Dabei habe ich das Buch gerade mal eine Woche. Aber es ist definitiv das Beste was ich bisher jemals gelesen habe - on- wie offline. Cynthia Townley Ewer bezeichnet sich selbst als ehemalige Chaotin und weiß sehr genau wovon sie spricht. Sie kennt die Mechanismen die einen austricksen wenn es ums Aufräumen und Putzen geht, sie hat Familie - kurz: Das Buch ist aus der Praxis heraus entstanden und das merkt man. Der erste große Teil des Buches beschäftigt sich mit dem Thema “Techniken im Haushalt” - hier wird erläutert wie man Chaos beseitigt, den Haushalt organisiert, wie man putzt und wie man plant. Der zweite (wesentlich größere) Teil des Buches ist mit “Kreisläufe im Haushalt” überschrieben und hier wird die Theorie aus dem ersten Teil in die Praxis umgesetzt. Den Abschluss bilden eine ganze Reihe an Kopiervorlagen für Checklisten etc.

Was ich als besonders toll empfand:
- Kinder werden nach Alter gestaffelt in den Aufräumprozess mit einbezogen. So wird auch vermieden dass sie zukünftige Leser von Home Basics werden.
- Jede mögliche Problemzone eines Haushaltes wird ausführlich behandelt, von der Küche bis zum Kleiderschrank.
- Es werden nicht allgemeingültige Anweisungen geben, wie etwas zu machen ist sondern darauf Rücksicht genommen das Menschen unterschiedliche Vorlieben haben - deswegen werden nur Vorschläge gemacht.
- Es ist schön anzuschauen und gut zu lesen - man nimmt dieses Buch gerne in die Hand.
- Die Tipps sind absolut praxistauglich und sofort anwendbar. Man braucht nichts außer den Dingen die man meistens sowieso so schon zu Hause hat.
- Die Themenbreite ist immens.

Dieses Buch kann ich jedem nur wärmstens empfehlen.
Allerdings: Jeder Ratgeber bringt nichts wenn man ihn nach dem Lesen beiseite legt und nicht anwendet was man gelesen hat. In diesem Sinne: Frohes Lernen, guten Erfolg!

  1. Auch wenn ich damals seinen Nutzen noch nicht erkannt habe, muss ich ehrlich zugeben. []
  2. Leider ist diese Gattung Buch fast ausgestorben. []
  3. Damals war die Wegwerfgesellschaft noch nicht so üblich. []
  4. Mit 3(!!!) Spülbürsten nämlich. []
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Was ist eigentlich Ordnung?

September2


©jawcey mit einer CC-BY-Lizenz
Wenn ein Raum aufgeräumt ausschaut, heißt das noch lange nicht, dass die darin aufbewahrten Gegenstände tatsächlich ordentlich untergebracht sind. Schließlich hat bestimmt jeder schon mal als Kind als Trotzreaktion auf die mütterliche Anweisung das Zimmer doch bitte aufzuräumen, einfach alles was herumlag in den Schrank oder unter das Bett gestopft.

Ordnung ist unter anderem ein umgangssprachliches Synonym für Sortierung - und da kommen wir dem Knackpunkt schon näher. Wenn Gegenstände wirklich richtig gut aufgeräumt sind, dann fand vorher ein vielschichtiger Sortierungsprozess statt. Manche Sachen wurden weggeworfen, andere wurden weggepackt und auch das was übrig geblieben ist wurde nach bestimmten Kriterien sortiert. Wer also wirklich ordentlich sein will, muss den inneren Hierarchien des eigenen Lebens auf die Spur kommen.

Ein paar hilfreiche Fragen dazu sind:

Warum benutzen wir bestimmte Dinge oft? Und andere nicht?
Das betrifft vor allem Werkzeuge jeglicher Art. Aber auch Kleidungsstücke. Oder Kosmetikartikel.

Was gefällt uns? Was können wir garnicht leiden?
Jeder Mensch ist anders und deswegen gefällt auch nicht allen das Gleiche. Was für den einen funktioniert, ist für den anderen die Katastrophe. Deswegen ist es wichtig herauszufinden, wie man bestimmte Dinge gerne hätte. Wenn man das weiß kann man den Rest drum herum so aufbauen, dass es “passt”. Dies betrifft zum Beispiel den “Ordentlichkeits-Zustand” bestimmter Räume.

Wo und wie erledigen wir bestimmte Tätigkeiten?
Es macht absolut keinen Sinn einen voll funktionsfähigen, mit allen Schikanen ausgestatteten Schreibtisch zu haben, wenn wir den Papierkram doch eher in einer Ecke in der Küche erledigen, weil wir dort nach dem Nachhausekommen zuerst vorbeigehen. Solcherlei Beispiele gibt es viele. Und denen auf die Schliche zu kommen ist garnicht so einfach - aber es lohnt sich, aus den Erkenntnissen dann die richtigen Konsequenzen zu ziehen.

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Bücher-Ordnung

August26


©permanently scatterbrained mit einer CC-BY-Lizenz

Auch wenn es mittlerweile eBooks und elektronische Gadgets gibt die versuchen ein Buch zu imitieren: einen wirklich bibliophilen Menschen wird das nicht hinter dem Ofen hervorlocken. Für den ist ein Buch mehr als nur Information zwischen zwei Pappdeckeln, mehr als nur Tinte auf Papier. Bücher gehören jedoch zu den Gegenständen in einem Haushalt die sehr viel Platz beanspruchen können. Und deswegen ist es manchmal sinnvoll Ordnung im Bücherwald zu schaffen.

Zuerst gilt es, die Bücher auszusortieren die man nicht behalten will. Wem so etwas schwerfällt, kann sich folgende Fragen stellen:
- Mochte ich das Buch?
- Werde ich es noch einmal lesen?
- Ist das Buch wertvoll (ideell oder materiell)?
Wenn man alle diese Fragen mit Nein beantwortet, kann man das Buch guten Gewissens einem neuen Wirkungskreis zuführen. Man kann es zum Beispiel bei versteigern, verkaufen, es an Freunde verschenken oder bei Bookcrossing auf die Reise schicken. Wegwerfen kann man es natürlich auch, aber in meinen Augen ist das schon fast Frevel.

Die klassische Aufbewahrungsmöglichkeit für Bücher ist natürlich das Bücherregal. Etwas nobler wäre ein Bücherschrank. Bei beiden sollte man darauf achten dass man
a) genug davon hat,
b) sie stabil gebaut sind.
Manchmal hat man aber nicht den Platz um tatsächlich soviele Regale aufzustellen wie man bräuchte um alle Bücher aufzubewahren. Dann muss man auslagern. Dafür empfehlen sich stabile Archivboxen wie zum Beispiel diese hier: groß & klein. Umzugskartons gehen natürlich auch, nur sind diese meist zu groß als dass man sie bis zum Rand mit Büchern füllen und dann noch bewegen könnte.

Bücher brauchen ein bestimmtes Klima um sich wohl zu fühlen. Gerade wenn man sie auslagert sollte man darauf achten dass der Ort nicht zu feucht und zu warm ist. Bei der Aufstellung eines Regales sollte man beachten, dass direkte Sonneneinstrahlung die geliebten Schätze sehr schnell vergilben lässt. Mehr über die richtige Lagerung von Büchern kann man im Forum Bestandserhaltung der Uni Münster nachlesen. Regelmäßiges Abstauben verhindert Nießanfälle beim Durchblättern.

Wenn man mehr als ein Regalbrett voller Bücher besitzt, empfiehlt es sich, diese nach bestimmten Kriterien zu sortieren. Dann findet man schneller was. Hierzu gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Man kann Bücher sortieren nach: Autor, Titel, Jahr, Verlag, Genre, Sprache oder - für die ganz extravagant veranlagten - Farbe. Ich sortiere meine Bücher zuerst nach Sprache1 und Genre2 und dann nach Autor. Wenn ich richtig viel Lust habe, sortiere ich auch noch nach Erscheinungsjahr.

Und zum Schluss die Frage aller Fragen was Bücher angeht: Soll man sie katalogisieren?
Mir sind nur 3 Sachverhalte eingefallen bei denen ich die Erstellung eines Kataloges bejahen würde.
- Wenn man richtig viele Bücher hat und den Überblick zu verlieren droht.
- Wenn man aus Platzgründen die Bücher zweireihig im Regal stehen hat.
- Wenn man Bücher auslagert.
Ein Bücherkatalog kostet Zeit - selbst wenn es mittlerweile Programme gibt in die man nur noch die ISBN-Nummer eingeben muss. Es sollte also gut überlegt sein, ob man das wirklich anfangen will und ob man es durchziehen kann. Warum katalogisieren sich lohnt, diskutiert dieser Aufsatz. Und wie man es richtig macht erläutert dieser Leitfaden auf der gleichen Webseite. Wem ein normaler Zettelkasten nicht ausreicht, der findet auf der Webseite Literaturmanagement.net eine große Anzahl an Bewertungen von Katalogisierungsprogrammen und kann sich ein passendes aussuchen. Und wer alles am liebsten Online macht und sich dabei auch am Communitycharakter nicht stört, dem sei das deutschsprachige LovelyBooks.de empfohlen.

  1. Ich besitze eine ganze Reihe englischer Romane []
  2. Meine Gartenbücher haben zwischen den Romanen schließlich nichts verloren. []
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Wie man eine Aufräumaktion organisiert

August19

Jeder kennt sie, jeder hat sie: Schränke, Abstellkammern, Kellerräume voller Dinge. Und man müsste sie endlich, endlich, endlich einmal ausräumen, ausmisten und ordentlich wieder bestücken. Allein, der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach… meist geht man schon beim Öffnen der Türen in die Knie. Die Aufgabe wirkt als könnte man sie nicht bewältigen.

Doch - man kann. Man muss es nur richtig angehen. Hier mein ultimativer Wegweiser für all das was man braucht um Aufräumaktionen größeren Ausmaßes zu bewältigen.

1. Zeit. Viiiiiiiiel Zeit.
Fakt ist: Was auch immer es ist, wir haben es nicht an einem Tag vollgemüllt, also kann man davon ausgehen dass man es nicht in 5 Minuten ausgemistet kriegt. Aber das ist kein Grund gleich zu Beginn das Handtuch zu werfen. Es ist schließlich kein Aufräumwettbewerb in dem es darum geht wer es am schnellsten schafft. Je nach Größe und Chaosgrad sollte man einen Zeitraum von einem Nachmittag bis zu einem Monat einkalkulieren - oder länger. Wir sind nicht Herkules.

2. Hilfe.
Je mehr Hände anpacken, desto schneller geht es. Man hat jemanden zum Reden, jemanden der einen daran hindert zu sehr an Müll zu hängen und jemanden der einen anfeuert. Außerdem macht es auch einfach mehr Spass, als wenn man alleine herumwurschtelt. Um Peinlichkeiten zu verhindern, sollte die Hilfe aber jemand sein, den man sehr gut kennt und dem man vertraut.

3. Babysitter
Um die Nerven zu schonen empfiehlt sich bei kleinen Kindern eventuell ein Babysitter. So kann man sich in Ruhe auf die Aufgabe vor einem konzentrieren, muss kein schlechtes Gewissen haben weil die Kleinen Hunger/Durst/Langeweile haben könnten - und, der wichtigste Punkt überhaupt: Die kleinen Neugiernasen stehen nicht im Weg und fragen einem keine Löcher in den Bauch.

4. Kisten, Kisten, Kisten und noch mehr Kisten.
Denn das Zeug was man ausräumt sollte ja auch, wenn vielleicht auch nur temporär, irgendwo untergebracht sein. Kisten haben auch nicht die schlechte Angewohnheit umzukippen, wie Klamottenstapel etc. Außerdem - sollte die Aktion nicht an einem Tag zu bewältigen sein, sehen Kisten nicht sehr chaotisch aus und man stolpert nicht ständig über irgendwas.
4.1. Müllsäcke, gelbe Säcke, etc… - Für den hoffentlich in rauhen Mengen anfallenden Müll.
4.2. Einen dicken schwarzen Filzstift - Um die Kisten zu beschriften, damit man weiß was drin ist.

5. Sich nicht zuviel vornehmen.
Ganz wichtig. Wer sich übernimmt, verliert die Lust, hört auf und dann schaut es womöglich noch schlimmer als vorher aus. Aufräumen dauert immer länger als man glaubt, deswegen sollte man sich überlegen, was man vorhat. Und das dann noch einmal halbieren. Nicht vergessen dass bei größeren Angelegenheiten auch Körperteile wie zum Beispiel der Rücken stark beansprucht werden. Und ein schmerzender Rücken ist eine echte Aufräumbremse. Auch Pausen für Essen einplanen - ein leerer Bauch räumt nicht gern.

6. Dies und Das
6.1. Bevor man überhaupt anfängt: Sich die Termine für die Müllabfuhr, den Sperrmüll und die Altkleidersammlung anschauen, und Aktionen eventuell so legen dass man mit den Sachen die man loswerden will nicht noch länger als nötig zusammen lebt.
6.2. Öffnungszeiten für den Recyclinghof herausfinden
6.3. Falls man eine größere Transportmöglichkeit als vorhanden benötigt, diese ebenfalls vorher bzw rechtzeitig organisieren.
6.4. Rechtzeitig Urlaub einreichen, falls man etwas größeres vorhat.

Bild ©woodleywonderworks mit einer CC-BY-Lizenz

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Link: Ordnung auf dem Rechner

August15

Ich habe zwar bereits schon einmal über Ordnung auf unseren neuen besten Freunden, den Computern, geschrieben - aber Christian hat ebenfall einen interessanten Ansatz, den ich meinen Lesern nicht vorenthalten will.

Und wie sortiert ihr eure Daten auf dem Rechner?

Aufräum-Motivationsloch

April9


Bild ©iboy_daniel mit einer CC-BY-Lizenz

Nachdem meine Klausur nun überstanden ist, soll es hier nun wie gewohnt weitergehen. Und das wird es gleich mit einer Sache mit der ich in den letzten Tagen zu kämpfen hatte: Dem fiesen gemeinen und absolut bösartigen Motivationsloch. Ich bringe es zwar erstaunlicher Weise fertig während meiner Lernphasen meine Wohnung penibel ordentlich zu halten, aber kaum ist die Prüfung vorbei, falle ich ein tiefes Aufräumen-ist-nicht-Loch. Solche Löcher können einen immer wieder sehr urplötzlich treffen, denn das Leben läuft schließlich selten so wie man es sich gedacht hat. Im Beruf ist es stressig, ein Familienmitglied ist krank, etc… da kann es passieren dass man möglicherweise durchaus die Notwendigkeit sieht aufzuräumen, aber einfach die Energie dafür nicht hat. Anstatt sich in solchen Fällen schlecht zu machen, sollte man sich einfach eingestehen dass der Körper einfach Grenzen hat. Nur zu lange schleifen lassen sollte man es nicht, denn sonst wächst der Berg an unaufgeräumten Chaos ins Unermessliche, was die Motivation nicht unbedingt fördert. Deswegen werde ich mich jetzt auch daran machen meinen endgültig zu beseitigen.

Digitales Chaos

March26

Nicht nur in der Wohnung kann unübersichtliches Chaos herrschen, auch auf dem neuen besten Freund des Menschen, dem Computer kann es regieren. Die positive Nachricht daran: Es ist nur halb so anstrengend wie nicht-digitales Aufräumen. Die schlechte Nachricht: Es kann genauso lange dauern.

Auch am Computer hat jeder Mensch andere Vorlieben und Bedürfnisse, deswegen muss letztlich jeder selbst herausfinden was für ihn am Besten funktioniert. Wichtig ist letztlich dass man ohne langes Suchen findet was man sucht. Für Aufräumfaule bietet sich eine gute Desktopsuche an.

1) Datenmenge reduzieren
Festplattenplatz ist heute billig zu haben, dies verleitet dazu niemals auch nur irgendwas zu löschen. Meiner Ansicht nach ist das allerdings nicht die richtige Strategie. Zum einen gehen in dem entstehenden Datenberg die Dinge unter die wirklich wichtig sind, und die bei einem eventuellen Crash und schlechtem Backup-Verhalten im Datenhimmel verschwinden. Zum anderen schaut man das wenigste irgendwann mal wieder an. Auch hat man desöfteren Dublikate oder Dateien ohne dazugehörendes Programm welches sie öffnen kann. Es lohnt sich also durchaus einmal durch den Datenberg zu waten und alles rauszuschmeißen was man nicht mehr braucht oder veraltet ist.

2) Ordnerstruktur und spezielle Ordner
Ob man etwas wiederfindet steht und fällt mit einer sinnvollen Ordnerstruktur. Früher war ich ein großer Verfechter von immer feiner verästelten Ordnerbäumen, mittlerweile bin ich allerdings der Meinung das alles was tiefer als drei Ebenen geht unübersichtlich wird. Man muss nicht alles bis ins letzte Detail benennen um es wieder zu finden. Manche Ordner können als Sammelbecken fungieren, wie zum Beispiel für Downloads. Dort landet alles was irgendwie heruntergeladen oder einem über IMs gesendet wird, und in regelmäßigen Abständen kann man den Ordner ausmisten und nur das behalten was man wirklich braucht.

3) Ordner- und Dateinamen
Eine klare Bezeichnung des Ordners und der Dateien kann einem viel Suchen ersparen. Die berühmten "Verschiedenes"-Ordner, welche komischerweise immer am schnellsten wachsen sind hierbei nicht hilfreich.

4) Auslagern
Mit manchen Dingen arbeitet man jeden Tag, manche braucht man nur einmal im Jahr. Nach diesen Kriterien sollte man seine Dateien auch organisieren. Dateien oder Ordner die man oft braucht möglichst so positionieren dass man sich nicht zu Tode klickt um dort hinzugelangen. Die Daten die man allerdings nicht oft braucht, kann man zum Beispiel - sollte Speicherplatz kostbar sein - auch auf externen Medien wie weiteren Festplatten, DVDs oder CDs parken. Je nach Betriebssystem kann man auch verschiedene Partitionen oder Überordner erstellen, die bestimmten Themengebieten zugeordnet sind und das Wiederfinden einfach machen.

Das waren jetzt nur Tips die sich auf tatsächliche Dateien bezogen haben. Es werden Tips zum Booksmarksordnen, Email und anderen Chaosverursachern folgen.

In eigener Sache: Ich schreibe am 4. April eine wichtige Klausur und habe deswegen gerade nicht soviel Muße und Zeit regelmäßig zu bloggen. Nach der Klausur sollte es wieder besser werden.

Spass am Aufräumen?

March19


Bild ©twenty-questions mit einer CC-BY-Lizenz

Die meisten fassen Aufräumen als eine lästige Pflicht auf, die einem keinen Spass macht aber eben getan werden muss. Und das ist der Grund warum man es auch mit Begeisterung vor sich herschiebt - man findet immer etwas was man lieber tut. Ist es möglich, dass Aufräumen Spass macht?

Wie bei vielen Dingen ist auch hier die eigene Perspektive entscheidend. Ich kann Aufräumen als lästige Pflicht ansehen, aber ich muss nicht. Die Wohnung ist ein privater Rückzugsort, dazu da ihren Bewohnern Geborgenheit, Erholung und Entspannung zu bieten. Investiert man Zeit darin dass es aufgeräumt und sauber ist, investiert man in sein eigenes Wohlbefinden. Dies sollte eigentlich Motivation genug sein, aber hier noch ein paar Dinge die das Aufräumen ein bisschen angenehmer machen:

  • Lieblingsmusik laufen lassen
  • Ein spannendes Hörbuch nebenher anhören
  • Das was einem lästig ist, macht anderen Mitbewohnern vielleicht Spass: Aufgaben aufteilen so dass man nichts machen muss was man hasst
  • Gemeinsam aufräumen
  • Sich das Endergebnis vorstellen
  • Sich mit einer Kleinigkeit belohnen
  • Sich selber herausfordern: Wieviel schaffe ich in einer Viertelstunde?
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